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Ende der 90er von Klem Loskot und Kollegen entdeckt und erschlossen, war das Gebiet wie kein anderes in den Ostalpen medial präsent. Dann war Funkstille - und es entwickelte sich schon fast ein Mythos um das Bouldergebiet Blaueis. Schon der Name „Blaueisgletscher" verrät, dass es sich um ein absolutes Sommergebiet handelt. Wer den für Boulderbeine beachtlichen Zustieg hinter sich gebracht hat, den erwartet zur Belohnung ein fantastisches alpines Ambiente. Es gibt sowohl schöne einfache Linien als auch sehr anspruchsvolle Boulder bis 8b und natürlich jede Menge Erschließungspotential. Geklettert wird oft im Überhang, dazwischen gibt's auch die eine oder andere Platte - und wer Highballs mag, wird am Blaueisgletscher seine helle Freude haben. Ein kleiner Minuspunkt ist der oft scharfe Kalk. Mit Ausnahme des Sektors Schädel liegen die meisten Blöcke inmitten von verblocktem Gelände, wodurch oft mehrere Crashpads notwendig sind. Wir empfehlen schon am Vorabend zur Hütte zu wandern, sodass man am nächsten Tag ausgeruht klettern kann. Für Blaueis sollte man also besser mehrere Tage einplanen - für einen Tag lohnt sich der Aufstieg nur für wirklich fitte Jungs und Mädels. Stützpunkt ist die DAV-Hütte „Blaueis". Da diese besonders an den Wochenenden im Hochsommer oft ausgebucht ist, sollte man sich vorher anmelden. Wildes Campieren ist absolut verboten, da sich das gesamte Areal im Nationalpark Berchtesgaden befindet. |
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