| Bouldern in Utah und Nevada: Joe's Valley - Moe's Valley - Big Bend - Red Rock Canyon |
| 16.12.2011 | ||
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Wir waren von Mitte Oktober bis Anfang November für drei Wochen im Süden Uthas und Nevadas unterwegs. Unsere Reise begann in Las Vegas und ging zunächst nach Moab, anschließend nach Joe's Valley, dann zurück nach Moe's Valley und zum Schluss in den Red Rock Canyon. Die Bilder dazu gibts hier.
Wir sind mit Utah Bouldering von Chris Grijalva gereist. Enthält Little Cottonwood Canyon, Joe's Valley, Ibex, Big Bend und Ogden, allerdings ohne Fototopo, aber trotzdem ausreichend, sodass man sich gut zurechtfindet. Lohnt sich besonders, wenn man die Gebiete um Salt Lake City oder Ibex mitnimmt. Der Führer stammt allerdings aus dem Jahre 2003 und ist damit nicht mehr auf dem neuesten Stand. A Bouldering Guide to Utah von Jeff Baldwin, Mike Beck und Marc Russo. Enthält Little Cottonwood, Joe's Valley, Ibex, Triassic, Moab, Huntington, Price, Wasatch Front, Maple, Cedar City, Big Rocks, St. George, und die High Uintas und ist derzeit leider vergriffen. Für Nevada gibt’s Southern Nevada Bouldering von Tom Moulin, eine richtiggehende Boulderbibel zu den Gebieten um Vegas mit über 400 Seiten Fototopos und über 2000 Linien, wofür man aber Extrakilos im Reisegepäck einplanen sollte. Zu den meisten Spots gibt es auch jeweils lokale Führer (s. jew. Gebiet), die vollständiger sind als die großen Auswahlführer und auf die man zurückgreifen sollte, wenn man längere Zeit in einem Gebiet bleibt.
Da wir nur zu zweit waren, konnten wir also auch diesmal nur ein (noch dazu relativ kleineres) Crashpad auf unseren Flug mitnehmen. Den Aufpreis von ca. 50$ pro Flug war uns eine zweite Matte nicht wert, da wir ursprünglich hauptsächlich reisen und nur nebenbei etwas bouldern wollten. Leider konnten wir vor Ort dann keinen Outdoorshop finden, der Crashpads vermietet. Machte aber nichts, denn die Absprungflächen der meisten Spots waren schön flach und auch bei höheren Problemen kamen wir meist gut mit einer Matte zurecht. Außerdem wurden wir häufig von anderen Boulderern zum Mitbouldern eingeladen, sodass wir uns um genügend Crashpads keine Sorgen machen mussten.
Alternativ kann man sich für relativ wenig Geld einen Mietwagen (unzählige Angebote im Netzt) buchen. Allerdings ist man dann stärker an die jeweilige Infrastruktur gebunden oder man verbringt die Nacht im Zelt, was bei Minusgraden dann auch nicht so lustig ist.
In den großen Supermarkets wie z.B. Walmart oder Smith's bekommt man von Lebensmitteln über Campingzubehör bis hin zu gängigen Medikamenten und Schießeisen alles, was man auf einer Reise so braucht. Wer das weiche amerikanische Sandwichbrot nicht mehr sehen kann, bei Smith's gibt’s leckeres knuspriges europäisches Brot (Frech Bread) zu moderaten Preisen. Fast Food ist relativ günstig, schmeckt unisono und ist überall erhältlich. Die zahllosen Frittenbuden sind sogar am Highway ausgeschildert. Frühstück im Frühstückslokal ist mit ~15$ relativ teuer aber reichlich und würde in Europa eher als Mittagsmenü durchgehen. Essen jenseits von Fast Food ist generell recht teuer.
Internetshops mit Computern findet man meist nur in größeren Städten. Mit eigenem Laptop oder Handy mit WLAN erhält man aber so gut wie überall in und um die meisten Geschäfte oder Cafés unverschlüsselten Gratiszugang zum Internet.
Moab war der östlichste Punkt unserer Reise. Moab ist das Eldorado des Outdoorsports in Utha, eine riesige Sandkiste, in der auch endlich mal die großen Kinder spielen dürfen. Bouldern spielt hier mit zwei kleineren Spots fast schon eine untergeordnete Rolle. Mit Klettern sieht es schon besser aus. Richtig groß sind hier aber, Rafting am Colorado River, Canyoning, Dirtbiken, Offroadtrails mit Jeep und Quad ect. Und so gibt es entlang der Hauptstraße auch unzählige Anbieter, die entsprechende Ein- oder Mehrtagestouren anbieten. Langweilig wird einem hier sicher nicht.
Zudem sind es von Moab aus nur wenige Meilen (4 bzw. 30) bis zum Arches bzw. Canyonlands Nationalpark, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte! Die Big Bend Area liegt auf ca. 1200 m Höhe an einer markanten Biegung des Colorado Rivers direkt an der Straße #128 etwa 8 Meilen nordöstlich von Moab. Links und rechts türmen sich die roten Wände des Canyons. Das Gebiet ist mit 19 Blöcken recht überschaubar. Nichtsdestotrotz gibt es hier einige sehr schöne Klassiker.
Die Bewertungen in Big Bend sind recht ungnädig und leicht demotivierend. Zudem gibt es viele größenabhängige Linien mit weiten Zügen. Anfänger und Boulderer der unteren Schwierigkeitsgrade haben es hier nicht leicht und haben in anderen Gebieten sicher mehr Spaß. Wer im Mittleren Schwierigkeitsbereich klettern kann, hat z.B. mit Brown Power (V4) oder Circus Trick (V4) sicher seine Freude und auf die Damen und Herren der Spitzenklasse warten mit „Hellbelly“ (V11) und „Phantom Fighter“ (V11) zwei Klasse Probleme im High-End Bereich. Mit den Arches Boulders findet sich ein zweiter Spot vier Meilen nördlich von Moab und unweit der Einfahrt in den Arches National Park. Hier warten weitere ca. 50 Probleme auf allerdings etwas schlechterem Fels. Zudem liegt der Spot direkt am Highway 191 und bietet damit nicht gerade das entspannendste Panorama. Wer länger in Moab bleibt, sollte sich ohnehin bei den Locals nach weiteren Spots und Blöcken erkundigen.
Der dunkelrote Sandstein heizt sich extrem auf und strahlte die gespeicherte Wärme wie ein Backofen auch wieder ab, so dass es am schnell kühl werdenden Abend zwischen den Blöcken sicher kuschelige 5 Grad mehr hatte als am benachbarten Parkplatz. Nachts war es generell schon etwas ungemütlich, die Temperaturen lagen aber immer noch im Plusbereich.
Big Bend findet ihr in Utah bouldering ausreichend beschrieben. Hier gibt’s Anfahrt und Infos. Im Pagan Mauntaineering in Moab kann man Crashpads und Kletterschuhe und was man sonst noch so braucht, kaufen.
Im City Market (großer Supermarkt im Stil von Walmart und Smith's) am Südeingang von Moab kann man sich mit Lebensmitteln und allem was man sonst noch braucht eindecken.
Der Canyonlands National Park liegt auch nur ca. 30 Fahrminuten entfernt. Neben der regulären Teerstraße kann man den Park auch auf spektakulären Schotterpisten erkunden. Das passende Gefährt dazu kann man in Moab mieten. In Moab ist „Adventure“ groß geschrieben. Ob Rafting, Canyoning, Jeep Safari Touren oder Scenic Flights, hier wird alles geboten, was das Abenteurerherz begehrt. Fast jede Bar, jedes Restaurant und auch so manches Geschäft verfügen über WiFi. Wer die Richtige Stelle und ein nicht gesperrtes Netz findet, kann auch am Bordstein im „www“ surfen.
Joe's Valley liegt 2,5 Autostunden südlich von Salt Lake City und zwei Autostunden von Moab entfernt in der Nähe der Ortschaft Orangeville bei Price auf über 1900 m Höhe. Hier ändert sich die Landschaft schlagartig. Während in Moab rote Tafelberge dominieren, ist Joe's Valley grau und für Utah eher unspektakulär.
New Joe's liegt etwas unterhalb der Talgabelung. Man erreicht den Spot indem man zunächst dem Highway #29 Richtung Orangeville und dann der #57 ca. 3,2 Meilen in nördliche Richtung folgt. Die noch in Utah Bouldering beschriebene Zufahrt über die Erdölbohranlage ist jetzt allerdings gesperrt. Jetzt parkt man nach ca. 4,1 Meilen (ab Abzweigung 29/57) an einer Ausweiche an der rechten Straßenseite. Von dort führt ein kleiner Pfad zunächst in einen Graben und dann auf einen alten Minenweg, über welchen man direkt in die Area gelangt. In New Joe's sind die einzelnen Sektoren nur zu Fuß zu erreichen. Die Gehwege zwischen den einzelnen Sektoren, die meist aus einigen wenigen Blöcken bestehen, halten sich aber in Grenzen (5-10min). Die Blöcke liegen inmitten eines sehr lichten Zwergpinienwaldes an einem leicht abfallenden Südhang, wodurch das Gebiet ideal für kühlere Tage ist. Die Absprungflächen sind mehr oder weniger ideal.
Hier gibt es überwiegend schöne Linien in allen Schwierigkeitsgraden. Besonders auch im unteren Schwierigkeitsbereich gibt es zahlreiche, durchaus auch mal längere Linien, die einfach Spaß machen. Leisten, Sloper, Löcher und auch richtig gute Henkel, hier ist alles vertreten. Die Griffe sind durchwegs ebenmäßig und allein schon dadurch recht hautschonend. Irgendwie erinnert die Kletterei beinahe ans Hallenbouldern.
Der Left Fork ist recht schattig und besser für wärmere Tage geeignet. Right Fork und vor allem New Joe's erhalten mehr Sonne und sind somit an kälteren Tagen ideal. Wir waren Ende Oktober dort und kletterten tagsüber im T-Shirt. Für die erste Nacht prophezeite der Wetterbericht Regen- und Schneeschauer. Abends regnete es dann tatsächlich etwas, später ging’s in leichten Schneefall über. Am nächsten Morgen war trotzdem alles wieder staubtrocken wie eh und je und die Temperaturen im Laufe des Tages durchaus wieder T-Shirt tauglich.
An Insightful Guide to Joe's Valley Bouldering von Issac Caldiero (2011), angeblich für rund 24$ auch in der Food Ranch erhältlich. Fototopo, macht auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck und enthält mehr Probleme als Utah Bouldering. Utah Bouldering von Chris Grijalva (2003). Kein Fototopo, aber Linien sind gut beschrieben. Allerdings ist hier noch die alte Anfahrt nach New Joe’s über die Ölförderanlage beschrieben. Hier gibts weitere Infos zum Gebiet Hier findet ihr eine Karte mit den einzelnen Sektoren.
Falls diese Plätze voll sind, findet man im Left Fork oberhalb des Joe's Valley Reservoirs im Wald einige „wilde“ Stellplätze (nicht unbedingt für große Camper geeignet) jedoch muss man dafür eine recht lange Anfahrt auf Schotterpisten in Kauf nehmen. Dafür am Ende des Sees rechts auf den Schotterweg (könnte u.U. mittlerweile asphaltiert sein, an der Straße wurde gerade gebaut) abbiegen. Allerdings sollte man sich in der Jagdsaison dort nicht ohne Warnweste herumtreiben. Es wird nämlich blind auf alles geschossen, das nicht orange ist – entsprechende Westen gibt’s an jeder Tanke. Wer es gerne etwas geregelter und sicherer mag, kann am schön gelegenen Selbstversorger-Campground oberhalb des Sees für 12 $ übernachten. Dazu auf der asphaltierten Straße den See umrunden (Achtung, weiter vorne gibt’s noch einen Gruppenplatz, der aber reserviert werden muss). Angeblich wird der Camping mit 1. Oktober über den Winter geschlossen, am Monatsende war er bei uns allerdings noch offen. Orangeville, obwohl für Utah-Verhältnisse relativ groß, besteht wohl zu 99% aus klassischen amerikanischen Einfamilienhäusern. Outdoorshop, Lebensmittelmarkt, Fastfoodladen und Tanke sind in der Food Ranch direkt an der Straße #29 am Osteingang der Siedlung vereinigt. Hier bekommt man alles, was man braucht. Für alle die mit einem Camper unterwegs sind gibt es eine halbe Meile zurück Richtung Ortsausfahrt eine kostenlose Dumpstation (Des Bee Dove Road).
Im nahe gelegenen Castle Dale gibt’s das Emery County Aquatic Center (4$ Eintritt) zum Schwimmen oder einfach auch nur mal Duschen. Moab, Arches National Park oder Canyonlands National Park erreicht man in etwas mehr als zwei Stunden. Auch Green River (gute 1,5 Stunden) bietet einiges an Action. Die nächste größere Stadt ist Price (ca. 30 Meilen) Wer mit Joe's durch ist, kann auf das 20 Minuten entfernte Triassic ausweichen (ca. 15 Meilen südlich von Price von Highway 10 Richtung Elmo). Und es soll angeblich (!) Joe's in nichts nachstehen. Ebenfalls in der Nähe von Price liegt das Bouldergebiet Price Canyon Recreation Area. Es liegt ca. 10 Meilen nördlich der Stadt am Highway 6. Die Recreation Area ist allerdings im Winter geschlossen und damit auch die Zufahrtsstraße. Sogar das Hinweisschild wird abmontiert wodurch der Spot auch schon mal schwierig zu finden sein soll. Nähere Informationen dazu haben wir leider nicht gefunden. Salt Lake City ist ca. 150 Meilen entfernt und bietet mit Little Cottonwood das wohl größte Granitbouldergebiet in Utha.
Durch Zufall hörten wir in Joe's Valley von Moe's Valley. Da es sowieso auf unserer Route lag, schauten wir dort vorbei und waren schlicht und einfach begeistert.
Das Gebiet liegt auf ca. 900 m und ist in wenigen Minuten von St. George aus zu erreichen. Aufgrund seiner Lage in einem kleine Canyon/Valley bekommt man vom Trubel der Stadt aber kaum etwas mit und in der Ferne leuchten im Abendlicht rote Sandsteinfelsen.
Auffallender Unterschied zu Joe's Valley sind die vielen steilen bis sehr steilen, schattigen Überhänge, in denen man auch noch bei höheren Temperaturen gut bouldern kann. Es gibt die typischen hohen Blöcke mit zahlreichen Linien, aber auch kleinere „plastischere“ Blöcke mit nur ein oder zwei Linien, wie wir es aus dem Alpenraum kennen, alles in rotem Sandstein und mit super Absprunggelände. Angeblich sind derzeit weitere Boulderspots um St. George im Entstehen. Leider konnten wir darüber aber nichts Genaueres in Erfahrung bringen.
Die Anfahrt erfolgt über einen relativ holprigen Schotterweg, den unser C19 grad noch schaffte, und ist auch mit Guidebook nicht leicht zu finden. Deshalb hier nochmal eine Karte des letzten Teilstücks. Hier findet ihr die gesamte Anfahrtsbeschreibung und weitere Infos. Kletterausrüstung sowie Führer bekommt man im Desert Rat Outdoor Store am westlichen Ende des St. George Blv (Highway Exit 8) kurz vor der Kreuzung zur S Bluff Street 18. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich ein Smith`s Food and Drug wo man sich mit Lebensmittel und French Bread eindecken kann : )
Am ersten Parkplatz etwa 200 m hinter dem Hügel, außer Sichtweite der Stadt, darf gecampt werden. Hier gibt’s eine Feuerstelle aber keine Toiletten. St. George ist relativ groß. Hier findet man Supermarkets, Bed&Breackfasts und auch mehrere Campingplätze.
Der kleine aber sehr empfehlenswerte Zion Nationalpark liegt eine gute halbe Autostunde entfernt. Hier git es neben bizarr gebänderten Felslandschaften auch mehrere hundert Meter hohe, rote Sandsteinwände, die auch beklettert werden dürfen, allerdings mit saisonalen Beschränkungen.
Red Rock Canyon - Calico Basin/ Kraft Boulders
Da wir zwei Tage früher als geplant nach Las Vegas zurückkamen und nach drei Wochen Naturerlebnis eigentlich keinen Bock auf lärmende, blinkende Großstadt hatten, wollten wir uns unbedingt noch die Kraft Boulders im Calico Basin im Red Rock Canyon unmittelbar bei Las Vegas ansehen. Vegas ist ein kleines Bouldereldorado. Um die Stadt herum gibt’s zahlreiche größere und kleinere Boulderspots und egal worauf man grad Lust hat, hier stehen Sandstein, Tuff oder Kalkstein zur freien Auswahl. Ein Großteil der Spots liegt dabei in bzw. um den Red Rock Canyon 20 Meilen westlich der Stadt.
Wir waren im Sektor Kraft Boulders im Calico Basin am Eingang zum Red Rock Canyon. Er ist mit über 160 Problemen der größte Spot, außerdem kostenlos und in wenigen Minuten vom Parkplatz aus zu erreichen. Da die Kraft Boulders in der Nähe von bewohntem Gebiet liegen, gibt es immer wieder Reibereien mit den Anrainern. Deshalb ausschließlich auf dem Schotterparkplatz parken und nicht über Nacht bleiben. Fürs Falschparken werden saftige Strafen verhängt.
Die kleineren Sektoren am Red Rocks Scenic Loop konnten uns dagegen nicht begeistern. Alle, die nur wenige Tage in Las Vegas sind, können diese Blöcke meiner Meinung nach ruhig auslassen – es gibt genug Besseres.
Die beste Jahreszeit für die tiefer gelegenen, stadtnahen Spots ist von November bis Februar. Der Winter ist angenehm kühl und bietet ideale Bedingungen, im Sommer ist Bouldern hier schlichtweg unmöglich. Man kann dann aber auf die kleineren Kalkstein-Spots am Mount Charleston ausweichen. Hier auf ca. 2000 m ist es erträglich und auch wenn das Gebiet eigentlich für seine Kletterrouten bekannt ist, gibt es doch einige nette Boulderprobleme im Bereich von V0 - V8.
Ehrlich gesagt, es war trotzdem noch sehr warm im Calico Basin. „The Pearl“, welche leider vom frühen Morgen bis weit in den Nachmittag hinein die geballte Ladung Sonne abbekam, strahlte wie ein Backofen und war (zumindest für uns) unkletterbar. Glücklicherweise gab es sonst noch genügend interessante Linien im Schatten, die auch bei höheren Temperaturen noch Spaß machten. Aber der Wettergott war uns in Vegas nicht gnädig gesinnt. Bald nach Mittag kam ein orkanartiger Wind auf und nachdem Lissi samt Crashpad davonflog, mussten wir wohl oder übel einsehen, dass man so nicht bouldern konnte. Leider legte sich der Wind auch erst nach zwei Tagen…
Red Rocks Bouldering von Robert Jenson, 2008. Angeblich nur im Desert Rock Sports in Las Vegas erhältlich. Fototopo, enthält Calico Basin, Red Rocks Scenic Loop, Black Velvet Canyon, Mount Charleston und Big Sandy. Southern Nevada Bouldering von Tom Moulin, 2010. Fototopo mit über 400 Seiten und ca. 2000 Problemen. Enthält angeblich alle bis 2010 erschlossenen Gebiet um Las Vegas. Das Desert Rock Sports direkt am Red Rock Climbing Center (8221 West Charleston Blv., an der Straße in die Red Rocks, stadtauswärts auf der linken Seite) ist der Klettershop in Las Vegas. Hier gibt’s Ausrüstung, Führer und Infos und es werden sogar Crashpads vermietet. Und hier gibts Infos zu den Kraft Boulders.
Die Campingplätze in Las Vegas selbst sind teuer und recht kommerziell. Hingegen bekommt man in der Stadt durchaus sehr günstige Zimmer. Sogar in den Hotels direkt am Strip kann man zumindest unter der Woche sehr preiswert übernachten. In Las Vegas gibt’s verpflegungstechnisch natürlich alles was man braucht, u.a. jede Menge Fastfood und vor allem viel Unterhaltung. Für den großen Hunger kann man sich an den All you can eat Buffets der großen Hotels am Strip ab ca. 13$ den Bauch vollschlagen.
Das Death Valley westlich von Vegas ist zwar heiß aber durchaus sehenswert. Gleich hinter Vegas liegt die Lake Mead Recreation Area. Hier fährt man durch eine bunte, bizarre Wüstenlandschaft. Wer noch mehr rote Felsen sehen möchte: Das Valley of Fire ist eine knappe Autostunde von Vegas entfernt. Kurzentschlossene können sich an den Last Minute Ticketschaltern direkt am Strip verbilligte Restkarten für die großen Shows kaufen. Wer noch Geld übrig hat, kann sich von Vegas aus einen Helikopterflug über den Grand Canyon buchen. Zum Schluss noch ein kleiner Tipp an alle Paare: Sagt einem Taxifahrer nie, dass ihr nicht verheiratet seid, die Fahrt kann sehr lang und anstrengend werden ;-)
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Bouldern auf Utahs Sandstein ist ein Erlebnis der ganz besonderen Art. Hohe Blöcke, überwiegend schöne lange Linien (auch in den unteren Graden), egal wo man hinpatscht oder tritt, es hält, und, man hat auch nach zwei Tagen noch Haut auf den Fingern. Dazu kommt die geradezu unglaubliche Landschaft. Ein reiner Boulderurlaub ohne Abstecher zu den diversen Nationalparks ist hier wirklich eine Sünde. Eins steht jedenfalls fest: Utah rockt! [...]






